Frei-religiöse Gemeinde

Offenbach

 

3. ÜRT in Offenbach

Überregionale Treffen sollen fortgesetzt werden

3. Überregionales Treffen hat in der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach am Schillerplatz stattgefunden.

 

Freireligiöse und Unitarier aus allen Himmelsrichtungen trafen sich vom 20. bis 22. Mai 2016 in der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach. Nach der Freireligiösen Gemeinde Ludwigshafen 2014 und der Unitarischen Freien Religionsgemeinde Frankfurt im vergangenen Jahr waren dieses Mal die Offenbacher Frei-religiösen die Gastgeber.

Das Gemeindezentrum am Schillerplatz in Offenbach ist ideal für solche Begegnungen mit vielen Teilnehmern. Es gibt genügend Platz und Räume für alle Anforderungen: die große Weihehalle im Obergeschoss wurde für die Anfangs- und Schlussfeierstunden genutzt, aber auch für die Arbeitskreise, in denen es um Singen, Musik und Bewegung zum Mitmachen ging.

Die Kleine Weihehalle bot genügend Platz für alle Teilnehmer, wenn man zum Plenungsgespräch, zum Essen oder zur großen Diskussionsrunde zusammenkam.

Die weiteren Räume wie Jugendraum, Konferenzzimmer und Küche wurden ebenfalls eifrig genutzt an diesem Wochenende.

Bei allen Programmpunkten ging es darum, die freireligiösen und unitarischen Gemeinden einander näher zu bringen. Mit verschiedenen Elementen - Diskussionsrunde, Arbeitsgruppe, Small Ministry Group, Feierliches, Besinnliches u.a. – wurde der Frage nachgegangen: „Wie können wir uns gegenseitig besser helfen, und was können wir noch voneinander lernen?“ Ungenutzte Synergien könnten sicher noch freigesetzt werden, um neue Ideen zu bekommen. Denn alle treibt ja die Frage um: Wie „macht“ man Gemeinde so, dass es für alle Mitglieder „passt“? Wie stärkt man das Zusammengehörigkeitsgefühl, wie kann man Gemeinden auch ausreichend nach außen öffnen, um neue Mitglieder einzubeziehen?

Und so gab es überall viele Gespräche, Treffen von Jung und Alt, Wiedersehen alter Freunde, Kennenlernen neuer Bekannter und viel Interessantes für Kopf und Herz – wenn auch vielleicht dieses Mal etwas zu wenig für den Kopf und zuviel fürs Gemüt, wie manche Teilnehmer in der Abschlussrunde leise kritisierten. Doch das war, wie man so schön sagt: „Jammern auf hohem Niveau“. Denn letztlich war man sich einig, dass diese Treffen unbedingt fortgeführt werden sollen, wenn auch ab jetzt wahrscheinlich eher im Zwei-Jahres-Rhythmus.

Die Überlegung dazu war, dass man das Überregionale Treffen im Wechsel mit dem Unitariertag veranstalten sollte. So gibt es genügend Zeit, jedes Jahr eine der Veranstaltungen zu organisieren. Ausdrücklich wurde von unitarischer Seite aus betont, dass auch auf dem Unitariertag auch alle Freireligiösen, Freigeister, Freidenker etc. willkommen sind. Zum Unitariertag 2017 (Pfingsten), der übrigens dann auch zum ersten Mal mit europaweiter Beteiligung stattfinden wird, sind schon jetzt alle Interessierten herzlich eingeladen!

 

Ortrun E. Lenz

 

Auschnitt eines Resümees der Arbeitskreise:

Gemeinschaft von Individualisten  -  Widerspruch oder Chance?

Ja, wir sind eine Gemeinschaft von Individualisten. Unsere Gemeinschaft hat einen

Zweck (,der formuliert werden muss), aber keine zentrale Botschaft.

Innerhalb der Gemeinschaft und zwischen den Gemeinschaften ist Sympathie ein

wichtiger Faktor. Zwischen uns gibt es mehr Gemeinsames als Trennendes.

Gemeinschaft ist Kommunikation, lebt von Kommunikation. Direkte menschliche

Kontakte sind essentiell.

Dass wir als Individualisten die Gemeinschaft suchen, ist kein Widerspruch zu unserem

Individuell - Sein. Wir sehen es als Chance. Wenn wir nach außen wirken wollen,

müssen wir klären, was wir als Gemeinschaft bieten.

 

Gudrun Hahn

 

Feierliche Amtseinführung am Schillerplatz

Von links: Pfr. Kalk (Alzey), Pfr. Schmahl (Frankfurt), Pfr. Schilling (OF),
Pfr. Keipp (OF), Pfr. Buchner (Idar-Oberstein), Sprecherin Renate Bauer (Pfalz)

 

Am Sonntagnachmittag des 01. Mai 2016 fand in der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach die feierliche Amtseinführung von Herrn Pascal Schilling als neuer Pfarrer statt. Gemeindevorsteher Ulrich Urban begrüßte die vielen Gäste und verpflichtete Herrn Schilling auf die Verfassung der Gemeinde. Grußworte und Wünsche überbrachten ihm seine Amtskolleginnen und -kollegen aus der Pfalz, Idar-Oberstein, Alzey und Frankfurt am Main. Heinrich Keipp, Pfarrer und Kollege der Offenbacher Gemeinde, gab seinem künftigen Nachfolger beste Wünsche sowie die Versicherung zur weiteren Unterstützung mit auf den Weg und überreichte ihm die schwarze Robe (Talar) als Amtskleidung. Heike Habermann, hessische Landtagsvizepräsidentin und selbst Gemeindemitglied der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach, sprach Herrn Schilling Glückwünsche und Grüße aus. Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber und Stadtrat Dr. Felix Schwenke richteten Grußworte im Auftrag der Stadt Offenbach aus und betonten die vielfältigen Kooperationen der Gemeinde und der Stadt.

 

Auf diesem Wege möchten sich die Frei-religiöse Gemeinde Offenbach und ihr neuer Pfarrer Pascal Schilling bei allen Anwesenden und für die zahlreichen Glückwünsche bedanken.

 

 

     

 

Von  Klötzchenlegern, Märchenerfindern & Zwergenkönigen


Vom 21. bis 24. April 2016 fand in der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach am Schillerplatz zum vierten Mal „Offenbach spielt… gemeinsam“, ausgerichtet vom Stadtjugendring Offenbach in Kooperation mit der Freireligiösen Jugend, der Humanistischen Jugend, der Käthe-Kollwitz-Schule, der Evangelischen Jugend und des Jugendamtes der Stadt Offenbach statt. Über 750 Spiele standen am Donnerstagmorgen bereit und wollten gespielt werden – als erstes von 22 Schulklassen und einer Kitagruppe, dann von der Allgemeinheit – insgesamt über 1900 Menschen.  Wie die Jahre zuvor war es wieder wundervoll, dabei zu sein. Hier nun ein Bericht über ein Wochenende voller Spaß und Anstrengung und natürlich sehr viele Spielen.
Natürlich sind es nicht nur die vier Tage, die dazugehören. Es geht schon viel früher los, genau genommen direkt nach dem letzten „Offenbach spielt“. Das Wochenende wird reflektiert, Berichte werden geschrieben, dann wird das nächste Wochenende geplant. Da gehört einiges dazu, zum Beispiel Plakate gestalten und verteilen, unsere Homepage und Facebook aktualisieren und instand halten, Helfer motivieren, Sponsoren finden, Essen kaufen und kochen, Spiele besorgen, Turniere planen…  Das hält das ganze Jahr auf Trapp, aber die gelungene Veranstaltung macht alle Arbeit wieder wett.
Am Mittwoch, einen Tag vor Tag X, geht es dann los. Die Räume müssen vorbereitet, Tische aufgestellt, unzählige Stühle getragen und aufgestellt werden, Regale müssen aufgebaut, die Spiele verräumt werden. Abends gibt es dann ein Briefing und die aktuellsten Spiele werden den Helfern erklärt, damit diese sie perfekt am nächsten Tag den Kindern erklären können. Am Donnerstag geht es dann direkt um 09:00 Uhr los. Die Schulkinder stehen schon Schlange und stürzen sich begierig auf die vielen Spiele. Besonders beliebt sind „Looping Louie“ und der Klassiker „Twister“ und werden alle paar Minuten bei den Helfern an der Spieleherausgabe ausgeliehen. Aber auch die anderen Spiele bleiben nicht lange in den Regalen. Nach 6 Stunden ist es geschafft und die Tore werden nach dem ersten Tag geschlossen. Puh! Nun wird aufgeräumt, die Spiele wieder sortiert und das Essen für den nächsten Tag vorbereitet.
Freitagmorgen sind die vier Räume erstmal wieder für die Schulgruppen geöffnet. Bei dem Lärm versteht man sein eigenes Wort nicht, aber die Schüler und Schülerinnen der drei Klassen der Käthe-Kollwitz-Schule, welche als Helfer dabei sind, haben die Kinder gut im Griff und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Und so einer „Großen“ den schaumigen Schwamm ins Gesicht zu katapultieren – wie im Spiel „PieFace“ - ist auch einfach viel schöner, als das bei Gleichaltrigen zu tun. Auch sonst ist die Laune super, und bei dem guten Wetter wird der Hof geentert und mit Bänken und Tischen aufgefüllt. Überall sitzen und stehen Kinder und spielen Brett-, Karten-, Gesellschafts- und Partyspiele. Um 12:00 Uhr ist dann eine kurze Pause und die Räume werden wieder auf „0“ gebracht, bevor um 13:00 Uhr für alle anderen die Tore geöffnet werden. Und jetzt geht es richtig los. Wir Helfer haben alle Hände voll zu tun: Essen kochen und verkaufen, Spiele herausgeben, erklären, einsortieren, verräumen, wieder herausgeben und das Ganze von vorne. 70 bis 80 Helfer (inklusive der Käthe-Kollwitz-Schüler) sind an diesem Wochenende dafür da, dass sich alle Gäste wohlfühlen. Sogar drei Helfer aus den Freireligiösen Gemeinden Mannheim und Ludwigshafen kommen zum Helfen.  Und natürlich kommen wir alle selbst auch dazu, einige neue Spiele auszuprobieren oder Altbekanntes mal wieder zu zocken.
Natürlich stehen auch wieder viele Turniere an, insgesamt über die vier Tage verteilt zehn Stück. Da gibt es Kinderturniere, aber auch Qualifikationsturniere zu den deutschen Meisterschaften von „ 7 Wonders“ (das ein altbekanntes Gesicht aus der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach gewinnt), „Wizard“ und „Marco Polo“. Und natürlich darf auch – aus Tradition zum 4. Mal dabei – „Heckmeck am Bratwurmeck“ nicht fehlen. Und auch ein Spieleautor hat sich wieder zu uns getraut und sein neues Spiel vorgestellt: Hans-Peter Scholl lud zu seinem Prototyp „Der Wille des Königs“ ein – ein tolles Strategiespiel, das wir nur empfehlen können! Es steht schon auf unserer Kauf-Liste für die Jugend, wie noch einige andere…
Für das leibliche Wohl haben wir natürlich auch gesorgt. Und was wir auftischen, ist jedes Jahr wieder unglaublich und wir freuen uns, dass es allen jedes Jahr so schmeckt. Und auch hier wollen wir euch natürlich nicht vor den Fakten schützen, daher hier eine kleine Auflistung, was wir alles gekocht – und ihr alles gegessen habt. Der Renner war wie letztes Jahr auch unsere selbstgemachte Grie Soß‘ aus insgesamt 6 großen Packungen 7-Kräuter und 6 Litern Sahne sowie die Chili con Carne aus 7 kg Hackfleisch, 12 Dosen gestückelter und 8 Packungen passierter Tomaten. Zudem wurden 220 Würstchen (Rinds- und Wiener), 240 Brötchen, 6 Laib Brote, 8 kg Fleischkäse und Gemüsepfanne und –suppe aus 12 kg Gemüse verdrückt. Nicht zu vergessen die 15 selbstgebackenen & gespendeten Kuchen und zahlreiche Salzstangen, Erdnüsse, Schokoriegel und Negerküsse. 2 Steigen Äpfel, 5 kg Bananen und Ananas und 2 Honigmelonen sorgten für den Vitaminkick.  Hier nochmal ein gesonderter Dank an alle Spender und Köche!
Nachdem wir den Freitag erfolgreich hinter uns gebracht haben – die letzten Spieler gingen gegen 3:00 Uhr nachts, ging es am Samstag um Punkt 10:00 Uhr mit einer Besonderheit direkt weiter: Schmidt Puzzle lud zur „SCHMIDT PUZZLE STÄDTE CHALLENGE“ ein. 66 begeisterte Puzzler (gut, wir waren unter 60, aber dennoch begeistert bei der Sache dabei) mussten in kürzester Zeit 66 Puzzle puzzeln. Am Ende des Jahres wird der Sieger aus allen Städten Deutschlands bekannt gegeben. Sieger werden wir wohl nicht (Usedom war knapp schneller als wir), aber immerhin haben wir Direktkonkurrent S(pi)eligenstadt geschlagen. Und auch ohne Sieg war es dennoch eine tolle Erfahrung und hat sehr viel Spaß gemacht (auch Puzzlehasser wie mir J). Um 12:00 Uhr wurden dann wieder die Türen für alle geöffnet und das lustige Spielen ging weiter – dieses Mal bis halb fünf morgens. Aber die ganzen Runden „Sag‘s mir!“ müssen halt auch mal wieder in dieser genialen Gruppe gespielt werden.
Übernächtigt, aber glücklich ging es dann auf in den letzten Tag. Die letzten Reste gingen über die Ladentheke, und bis Punkt 18:02 Uhr haben wir alles aus den Spielen rausgeholt was ging. Und dann: Die Gäste sind weg, jetzt kommt der schlimmste, aber mit witzigste Teil der ganzen Veranstaltung: Aufräumen! Während die einen die Küche wieder auf Vordermann bringen, in den drei Räumen die Tische und Stühle wieder ordentlich stellen, die Plakate von den Wänden holen und den Besen schwingen, macht sich eine kleine Gruppe von 5 Leuten auf in die Unendlichkeit der Spiele: Es geht ans Sortieren. Zuerst müssen alle Spiele (und 750-800 Stück sind kein Pappenstiel) auf die drei Besitzer(gruppen) aufgeteilt werden. Diese sitzen mit ihren Listen vorne an der Ausgabe, und dann wird losgesucht. „1x „Machi Koro“, 3x „Colt Express“ und 1x „ Ankh Morphok““. „Hier“ „Hier“ „Ich hab‘ „Legenden von Andor“ gefunden!“ So geht das, bis alle Spiele sortiert sind, und dann kommt die nächste Herausforderung: „Tetris“ spielen. Denn alle Spiele müssen natürlich erst in Kisten und diese dann in die Autos gepackt werden. Aber drei Stunden später ist von allem in der Gemeinde nichts mehr zu sehen, und wir sagen mit einem lachenden und einem weinenden Auge: TSCHÜSS! Und bis nächstes Jahr!

Ein Bericht von Conny Saueressig

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Schillerplatz 1

D-63067 Offenbach

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